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 It will never be the same again

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AutorNachricht
Severus Snape
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Anzahl der Beiträge : 1505
Anmeldedatum : 28.12.12

BeitragThema: It will never be the same again   So Jun 25, 2017 12:47 pm

Hallo,
aww ich bin unheimlich glücklich gerade. Vielen Dank für die Favos und die Empfehlungen! Ich habe mich unheimlich darüber gefreut!

Vielen Dank vor allem auch an Haru kom Trikru und Sevchen kom Skaikru für eure Reviews, die motivieren mich unheimlich zum weiterschreiben Wink

Daher habe ich meinen Ideenfluss auch genutzt und direkt das erste Kapitel geschrieben.

Ich hoffe es gefällt euch!

Liebe Grüße!

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Harry saß in einem Zimmer am Grimmauldplace Nummer 12. Lange würde er hier nicht mehr bleiben, denn sie würden schon bald nach Amerika gehen. Dort würde der Junge zusammen mit seinen Freunden sein siebtes Jahr nachholen. Harry Potter konnte nicht fassen, wie schnell die Zeit doch vergangen war. Es kam ihm vor wie gestern, als er Voldemort gegenübergestanden hatte. Die Zeit danach hatte der junge Mann eher wie in Trance verbracht. Der Krieg war vorbei. Viele Todesser waren zwar entkommen, aber inzwischen waren viele festgenommen worden. Nachdem Kingsley Shacklebolt Zauberereiminister geworden war, hatte er Harry, Ron und Hermine angeboten Auroren zu werden. Das war wohl das Vorrecht der Helden dieses Krieges. Kingsley hatte es nicht interessiert, dass sie nicht mal einen Abschluss hatten. Immerhin hatten sie die Welt von Voldemort befreit und das qualifizierte sie wohl schon dafür. Harry hatte jedoch abgelehnt, denn er wollte erst einmal seinen Abschluss nachholen, ehe er sich solchen Aufgaben widmete. Er fühlte sich nicht als Held, auch wenn alle ihn als einen verehrten, aber für ihn selber waren andere Helden und nicht er selber.

Harry hatte überlebt, obwohl er sich selber geopfert hatte. Das hatte Dumbledore wohl gewusst, aber nicht gesagt. Er hatte generell immer sehr wenig verraten. Jedem gegenüber, den er vertraut hatte. Immer nur genau so viel wie nötig. Den Rest hat er dem Zufall überlassen und tatsächlich war vieles Zufall, oder Glück gewesen, wenn Harry da nun drüber nachdachte und doch hatten sie es geschafft. Alle Horkruxe zu finden und zu zerstören und dann Voldemort selber. Gebieter des Todes. Harry hatte nun jedoch nur noch eines der Heiligtümer des Todes. Den Tarnumhang, den er auch schon vorher gehabt hatte. Den Stein der Auferstehung hatte er irgendwo im Wald verloren und er hatte auch nicht mehr danach gesucht. Wahrscheinlich war es besser, wenn der Stein nicht mehr gefunden wird. Den Elderstab hatte er wieder dorthin gebracht, wo er gewesen war. Ins Grab von Albus Dumbledore. Er brauchte diesen Zauberstab nicht. Er brachte doch sowieso nichts als Ärger und er hatte wirklich genug Ärger für den Rest seines Lebens gehabt.

Er war vollkommen zufrieden mit seinem Zauberstab und wollte diese ganze Sache mit dem Elderstab so auch beenden, damit niemand mehr versuchte ihn zu bekommen. Die Welt brauchte keinen weiteren Krieg. Zwar bezweifelte Harry, dass jetzt für immer Frieden sein würde, aber zumindest für eine Weile wäre es doch schön, damit die Welt ein wenig zur Ruhe kommen würde. Der Krieg hatte so viel gekostet. Voldemort und seine Todesser hatten Familien auseinander gerissen, Leid und Schmerz verursacht und das nur, weil es ihnen Spaß gemacht hatte. Das konnte keiner wieder gut machen. Niemand konnte all das wieder gut machen, was sie angerichtet hatten. Nie wieder würde es so sein, wie es vorher gewesen war. Für keinen von ihnen. Die Welt war nicht mehr die gleiche wie vor diesem fürchterlichen Krieg. Menschen hatten sich verändert, Kinder waren Waise, oder Halbwaise geworden, Eltern hatten ihre Kinder verloren. Es war schrecklich.

All die Menschen, die gestorben waren. Harry versetzte es jedes mal einen Stich wenn er an die dachte, die seinetwegen gestorben waren, denn es war seine Schuld, dass wusste er. Egal, was die anderen sagen mochten, er fühlte sich dafür verantwortlich. Natürlich versuchte jeder ihm das auszureden. Jeder hatte gewusst auf was er sich eingelassen hatte, als er sich dazu entschlossen hatte gegen Voldemort zu kämpfen und jeder hatte diesen Preis bezahlt, weil es nötig war, aber Harry war nicht wie Dumbledore, der Opfer wohl wissend erbracht hatte, für das größere Wohl. Wenn er könnte, würde er sich für jeden von ihnen opfern. Hatte er das nicht deutlich gemacht und auch immer wieder bewiesen? Er hasste es, dass so viele Menschen gestorben waren. Es verging kaum ein Tag, an dem er nicht an diese Menschen dachte. Es tat ihm weh, an sie zu denken. Er hatte sie nicht retten können, dabei hätte er es so gerne getan. Er war jedem von ihnen dankbar, dass sie für ihn gekämpft hatten.

Fred Weasley.. George hatte sich seit seinem Tod verändert. Es musste schrecklich sein seinen Zwillingsbruder zu verlieren. Die Weasleys machten ihm keinen Vorwurf. Natürlich nicht. So waren sie eben und Molly hatte gesagt, dass er dafür viele ihrer Kinde gerettet hatte. Was ja auch stimmte, dennoch war Freds Verlust schlimm gewesen.. Für alle Weasleys, aber sie machten weiter. Kämpften weiterhin für eine bessere Welt.
Molly, Arthur, Bill, Charlie, Percy, Ron und Ginny. Sie alle waren für Harry immer noch wie eine Familie und er war oft bei ihnen.
Colin Creevey. So jung und dennoch hatte er gekämpft und dabei sein Leben verloren. Harry hatte nie eine enge Bindung zu dem Jungen gehabt, aber es war dennoch schlimm für ihn gewesen, dass er gestorben war.
Dobby. Dobby der ihnen geholfen hatte und den Preis dafür bezahlt hatte.
Harry hatte den Hauselfen sehr gemocht und auch sein Verlust schmerzte Harry immer noch sehr.
Alastor Moody. Zäh. Stark. Immer wachsam. Sein Tod war ebenfalls schlimm, vor allem, da er so kurz nach Dumbledore gestorben war.
Hedwig.. seine treue Eule, die einfach in ihrem Käfig gestorben war und sicherlich nicht mal gemerkt hat, was passiert ist.

Peter Pettigrew. Peters tot hatte ihm zwar am wenigstens aus gemacht, aber völlig kalt gelassen hatte es Harry auch nicht. Schließlich war er gestorben, weil er Harry gegenüber Gnade gezeigt hatte. Es war schon schlimm, dass fast alle aus der Generation seiner Eltern nun tot waren. Seine Mutter Lily Potter. Er hatte sie mit dem Stein der Auferstehung gesehen. Es war ihm wichtig gewesen. Lily und James noch mal zu sehen. Sie alle waren für ihn gestorben und er saß hier und lebte. Wahrscheinlich einfach wegen purem Glück, dass ihn irgendwie begleitete. Wenn es nur mal auch seine Freunde begleiten würde.
Nun gut, nach seiner Opferung hatte sein Opfer sie beschützt. Es war niemand mehr gestorben. Er hatte sich Voldemort gestellt und schließlich war er endlich gestorben. Endgültig. Für ihn gab es keine Wiederkehr, da seine Seele zu zerstört war, schließlich hatte er sie zu oft geteilt gehabt und zudem hatte er seine Taten nicht bereut, also war er mit seiner kaputten Seele gestorben. Nun ja, Harry hatte ihn ja gewarnt, aber er hatte ja nicht hören wollen.

Liebe war etwas, was er nicht hatte verstehen können. Wahrscheinlich, weil er nicht das Produkt von Liebe war. Sein Vater Tom Riddle sen. hatte unter einem Liebestrank gestanden, also war keine Liebe im Spiel. Daher hatte er dieses Gefühl nie verstanden.
Liebe. Der mächtigste Zauber. Harry hatte es nie verstanden, aber inzwischen verstand er es viel besser. Liebe konnte Menschen verändern. Liebe war stärker als Hass und Macht. Vor allem war sie wichtiger. Der große Fehler von Voldemort, dass er das einfach nicht hatte erkennen wollen, oder können, aber so war er nun mal.

Dann war da noch der Tod von Severus Snape. Harry hätte nie gedacht, dass dieser Tod ihn überhaupt kümmern könnte. Schließlich hatten sie sich gehasst, seitdem sie sich das erste mal gesehen hatten, aber seit Harry seine Geschichte kannte, hasste er ihn nicht mehr. Ohne ihn hätte der Krieg niemals gewonnen werden können. Er hat als Doppelagent jeden Tag sein Leben riskiert um die gute Seite zu unterstützen. Er hatte Harry öfter gerettet, als ihm lieb war und hatte sich am Ende selber geopfert, um die magische Welt zu retten. Zudem war er die ganze Zeit über in seine Mutter verliebt gewesen, obwohl sie schon lange tot war. Obwohl er Harry gehasst hatte, hatte er alles getan um ihn zu beschützen. Harry hatte es nur nie kapiert und hatte ihn immer wieder verdächtigt. So konnte man sich in Menschen täuschen, aber er hatte es Harry nun auch nicht gerade leicht gemacht. Ja, Harry hatte ihm sogar selber den Tod gewünscht und doch war er entsetzt gewesen, als er gesehen hatte, wie Voldemort ihn umbringt. So einen Tod hatte niemand verdient. Harry wollte sich gar nicht vorstellen was gewesen wäre, wenn er nicht dort gewesen wäre. Dann hätte er nie erfahren, dass es sein Schicksal war sich zu opfern. Dann hätte er nie erfahren, auf wessen Seite Severus Snape wirklich gestanden hatte und das er Albus Dumbledore die ganze Zeit über treu ergeben gewesen war und nicht Voldemort.

Zudem waren sie sich in vielen Dingen ähnlich gewesen. Zum Beispiel, dass sie beide - gut auch mit Voldemort zusammen - Hogwarts als ihr Zuhause angesehen hatten, weil sie sich bei ihrer Familie nicht wohl gefühlt hatten. Sie waren beide Halbblüter, was sie ebenfalls mit Voldemort verband und sie alle tendierten zu Slytherin. Harry war nicht dahin gekommen, weil es seinem Wunsch entsprochen hatte, ansonsten wäre er sicherlich auch in diesem Haus gelandet. Immerhin war ein Teil von Voldemort in ihm gewesen. Er war wirklich froh, dass es nicht mehr so war. Auch wenn er seitdem kein Parsel mehr verstand und sprechen konnte, aber es war gut so. Er vermisste es nicht sonderlich und die Hauptsache war eh, dass sie Voldemort waren, auch wenn sie viele Opfer dafür hatten bringen müssen.
Bis zum Ende hatte Voldemort gedacht, dass Severus Snape sein Diener war. Er hatte nie erkannt, auf wessen Seite er wirklich stand. Erst Harry hatte es ihm gesagt. Es war ihm nie klar gewesen, dass die ganze Zeit ein Verräter in seinen Reihen gewesen war, weil Snape es geschickt angestellt hatte. Jeden hatte er getäuscht und nur Dumbledore hatte es gewusst. Dumbledore, der sowohl für Harry als auch für Snape ein Mentor gewesen war und vielleicht sogar mehr.

Snapes Tod hatte Harry mehr getroffen als er gedacht hatte. Für Harry war er ein Held. Wahrscheinlich der mutigste Mann, den er je kannte. Ein einsamer Mann, der ständig nur Schmerz und Leid erfahren hatte. Inzwischen hatte er seine Geschichte öffentlich gemacht, damit alle wussten, auf wessen Seite er wirklich gestanden hatte und was er alles für sie geopfert hatte. Harry sich auch dafür eingesetzt, dass Severus Snape ein Porträt im Schulleiterbüro bekommen hatte, was man ursprünglich nicht geplant hatte, weil er von Minerva vertrieben worden war, aber dem Helden des Krieges schlug man nichts aus. Daher hatte er seinen Willen bekommen. Minerva McGonagall hatte die Schulleitung übernommen.

Ron und Hermine konnten scheinbar leichter weitermachen, vielleicht auch, weil sie nicht diese Schuldgefühle hatten, wie er selber. Der Schwarzhaarige würde jedoch nie vergessen was geschehen war, würde niemals die Menschen vergessen, die wegen ihm ihr Leben verloren hatten. Egal was alle anderen sagten, er fühlte sich verantwortlich, aber er kämpfte weiterhin für eine bessere Welt. Sorgte dafür, dass die Todesser ihre gerechte Strafe bekommen würden und war froh, dass nun die dunklen Zeiten weitesgehend vorbei waren, denn ohne einen Anführer konnten die Todesser nicht mehr so viel Schaden anrichten. Manche hatten sich zwar zu kleineren Gruppen zusammen getan, aber viele wurden relativ schnell gefasst, einige waren wohl ins Ausland geflüchtet und viele waren unter dem Imperius Fluch gewesen. Das ganze Chaos würde sicherlich noch andauern, aber sie würden alle weiterkämpfen.

Der Orden des Phönix war noch aktiv. Zwar ziemlich geschrumpft von der Mitgliederzahl, da viele gefallen waren, aber die, die noch da war kämpfen tapfer weiter. Nach Dumbledores Tod war Alastor Moody der Anführer gewesen, danach Remus Lupin, der Harry bereits angeboten hatte den Orden zu übernehmen, aber er hatte abgelehnt, weil er sich dazu nicht in der Lage sah. Er war kein Anführer. Hermine und Ron waren eine Sache, aber eine ganze Gruppe anführen, die aus Erwachsenen bestand, war eine vollkommen andere Sache. Sicher hatten sich nun auch ehemalige Mitglieder von Dumbledores Armee dem Orden angeschlossen und auch sie waren dafür gewesen, dass Harry der Anführer wurde, aber er hatte dennoch abgelehnt. Einige Einsätze anführen okay, aber den kompletten anführen? Nein.
Er fand Remus da schon ganz passend als Anführer. Auch Kingsley war gut in seinem Job und vor allem nicht so wie Fudge, oder Scrimgeour. Er nahm keine unschuldigen fest und machte der Presse keinen Druck was sie abdrucken durften und was nicht. Er war einfach ein guter Minister, den diese Welt brauchte!

Der Grünäugige fuhr sich mit der Hand durch seine unordentlichen Haare und strich dabei auch über seine Narbe. Diese hatte nicht mehr geschmerzt seit Voldemorts Tod. Es war endlich vorbei. Zumindest das war vorbei. Die Gedanken daran würden nicht einfach so verschwinden. Sie waren ein Teil von ihm. Weil er der Auserwählte gewesen ist. Doch das Leben musste weitergehen, auch wenn man Harry Potter persönlich war.
Es klopfte an seiner Tür und er sah auf. "Herein", sprach er eher teilnahmslos. Die dunklen Gedanken machten ihn gerade einfach fertig. "Harry? Du solltest was essen ehe wir gehen", sprach die Stimme von Sirius Black. Sein Pate hatte überlebt. Wenigstens ihn hatte Harry noch. Nach seiner dummen Handlung im fünften Jahr war er bereits nach Amerika ausgewandert und hatte dort eine Wohnung in Marble City. Er hatte sich am Grimmauldplace ohnehin nie zuhause gefühlt. "Ich habe keinen Hunger, Sirius", sprach der Grünäugige ernst und seufzte. Es entsprach der Wahrheit. Er hatte so gut wie gar keinen Hunger mehr seit einiger Zeit. "Es bringt doch nichts, wenn du nichts mehr isst. Komm schon, wenigstens ein Toast!", versuchte sein Pate ihn zu überzeugen. "Na schön", murmelte Harry und ergab sich schließlich. Er nahm ein Toast und biss lustlos hinein, nur damit Sirius beruhigt war. "Es wird besser wenn wir erst mal in Amerika sind, du wirst sehen!" Harry war sich da nicht so sicher. Hogwarts war sein Zuhause gewesen. Ilvermorny dagegen kannte er doch gar nicht. Was wenn es ihm nicht gefallen würde? "Ich weiß nicht, Sirius, du als Lehrer?", fragte er dann und versuchte sich zu einem Lächeln durchzuringen. Sirius würde Zauberkunst in Ilvermorny unterrichten. "Tja, ich will eben nicht mehr nur im Orden des Phönix sein, sondern auch was nützliches machen! So schwer kann das nicht sein, wenn selbst Trottel wie Lockhart und Umbridge Lehrer werden können, kann ich das schon lange!" Harry musste bei dieser Aussage wirklich lachen. "Stimmt wohl, schlimmer kannst du echt nicht sein", gab er zu und seufzte. "Na also und nun komm, wir haben noch einiges zu tun!", sprach der Braunhaarige ernst und grinste Harry an. Dieser nickte und stand auf, um seine Sachen zu packen.

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Noch bevor Severus Snape die Marmorhalle betreten hatte kam eine Eule auf ihn zu und der Schwarzhaarige nahm den Brief der Eule und öffnete ihn. Sofort erkannte er die Handschrift von Layla. In unordentlicher Schrift wurde etwas offenbar ziemlich schnell auf das Pergament geschrieben.

Sev,
ich habe heute leider doch keine Zeit und kann nicht vorbei kommen.
Es tut mir leid.

Layla

Es dauerte nicht lange bis er diese paar Zeilen gelesen und sofort zerknüllte er den Brief in der Hand. Er war sauer auf diese Frau. Sie verschwieg ihm etwas, da war er sich sicher und er hasste es, wenn man Geheimnisse vor ihm hatte. Bei Dumbledore war es genauso gewesen. Angeblich hatte er Severus vertraut, aber ihm die ganze Wahrheit sagen, war dennoch nicht drin gewesen. Layla fing nun genauso an und das war der Grund, wieso Severus Snape niemandem mehr einfach so vertraute. Sein Vertrauen zu gewinnen dauerte lange und wenn man es dann missbrauchte, konnte man nicht erwarten, dass Severus dieser Person einfach so verzeihen würde. Layla musste sich gar nicht mehr bei ihm blicken lassen, wenn das so weitergehen würde. Meinte sie denn, dass er dumm war? Er spürte, dass da etwas war, was sie ihm nicht erzählen wollte. Offenbar vertraute sie ihm einfach nicht genug dafür, um es ihm zu sagen. Ein solches Verhalten hasste der ehemalige Spion. Er hatte genug von einem solchem Verhalten. Er würde da nicht mehr mitmachen. Wenn Layla ihm nicht sagen wollte, was sie ihm verheimlichte, würde er seine Konsequenzen ziehen und die wären unschön.

Der Schwarzhaarige betrat die Marmorhalle und sah zwei seiner Kollegen am Lehrertisch sitzen.
Ayden Lancaster ein blonder, blauäugiger junger Mann, der Anfang dreißig war und seine Haare lang trug. Er unterrichtete Zaubertränke und war Hauslehrer von Thunderbird. Lysander Scamander trug schwarze Haare, braune Augen und war genauso alt wie Severus. Er unterrichtete magische Tierkunde und war Hauslehrer von Wampus. Beide waren auch im Orden des Phönix.
Severus hatte zu Ayden bisher nur eine flüchtige Beziehung. Sie waren höflich zueinander, aber wirklich Freunde waren sie nicht, was vor allem daran lag, dass es lange dauerte, bis Severus wirklich Vertrauen zu jemanden aufbaute und bisher hatte er mit dem Zaubertranklehrer nicht viel zu tun gehabt. Zwar war er im Orden, aber er war nun mal die ganze Zeit in Amerika und Severus in Großbritannien gewesen, daher hatten sie nicht wirklich etwas miteinander zu tun gehabt.
Bei Lysander sah es schon anders aus. Er hatte seine Ausbildung zum Lehrer in Großbritannien gemacht und sich dem Orden angeschlossen als er dort gewesen war. Es war um die 1980 gewesen, als Severus Lysander kennen gelernt hatte. Gerade als er selber die Todesser angefangen hatte zu hintergehen. Lysander hatte ihm geholfen und im Gegensatz zu allen anderen, hatte er Severus einfach als das gesehen was er war: Als einen Menschen! Im Laufe der Jahre haben sie den Kontakt gehalten und Severus hatte ihm sogar Okklumentik beigebracht. So wusste auch Lysander von seiner gefährlichen Rolle als Doppelspion. Allerdings hatte er ihm dabei nicht helfen können, da auch er nach der Ausbildung wieder nach Amerika verschwunden war und angefangen hatte in Ilvermorny zu unterrichten.

"Morgen Severus, was ist los?", fragte Lysander, als sich Severus neben ihn gesetzt hatte. "Nichts. Die Nachrichten", antwortete er gereizt und nahm einen Schluck Kürbissaft. Lysander sah ihm die dunklen Augen und Severus erwiderte diesen Blick ruhig. Lysander kannte ihn besser als andere und so verstand er, dass er darüber nicht vor Ayden reden wollte. "Ja, diese Angriffe sind schrecklich. Ich hoffe, wir bekommen keinen neuen Krieg, dass wäre das Letzte was wir gerade gebrauchen können", erwiderte er ernst und schaufelte sich weiter sein Essen in den Mund, dass er gerade aß. "Ich hoffe es auch, aber ich fürchte, man wird unsere Bitten nicht wirklich erhören", sprach er ernst und seufzte.
"Habt ihr schon gehört, dass bei dem Angriff in New York ein Zeichen gesichtet wurde? Das Zeichen Grindelwalds", sagte Ayden gerade und zeigte den beiden das Zeichen. Es war ein Dreieck, in dem ein Kreis und ein Strich waren. "Das ist nicht Grindelwalds Zeichen. Das ist das Zeichen der Heiligtümer des Todes", sagte Lysander sofort und sah sich das Zeichen näher an. Severus runzelte leicht die Stirn und sah sich dieses Zeichen näher an. Das hatte er doch schon einmal gesehen.. nur wo?
"Heiligtümer des Todes?", fragte Ayden verwirrt und sah seinen Kollegen verwirrt an. "Das Märchen der drei Brüder? Nie davon gehört? Na jedenfalls hat Grindelwald dieses Symbol verreitet und nutzte es als sein Zeichen und dieser Typ offenbar auch", sprach der Scamander ernst. "Grindelwald ist aber doch in Nurmengard, oder nicht? Er kann es nicht sein!", erwiderte der Lancaster und sah etwas besorgt aus. "Ich bezweifel, dass es Grindelwald ist, aber vielleicht ist der neue Anführer ja ein Fan von ihm", meinte Lysander und zuckte mit den Schultern.

Severus dachte weiterhin darüber nach, wo er dieses Zeichen schon mal gesehen hatte, aber es wollte ihm einfach nicht einfallen. Er hatte sonst kein Problem sich Sachen zu merken, aber hier versagte sein Gehirn und das mochte er nicht. Es war noch nicht lange her, dass wusste er, mehr aber auch nicht. Dieses Zeichen.. es bedeutete nichts gutes. Dann noch diese ganze Geheimnistuerei, die er schon von Dumbledore so sehr gehasst hatte. Hier gingen merkwürdige Dinge vor sich und Severus wusste bereits, dass er seine gewünschte Ruhe wieder einmal nicht finden würde! Was hatte er sich auch gedacht? Das das Leben einmal fair zu ihm sein würde? Ein Schnauben entwich seiner Kehle. Naivität gehörte doch eigentlich wirklich nicht zu seinen Charaktereigenschaften.. Er fragte sich nur was das alles zu bedeuten hatte und wer hinter diesen Angriffen steckte. War es ein Grindelwald Sympathisant, oder jemand auf der Suche nach diesen Heiligtümern des Todes? Nun, egal was es war, Severus wollte mit der ganzen Sache so wenig wie möglich zu tun haben, schließlich hatte er genug getan. Er wollte endlich frei sein von allem. Als Spion konnte er nun sowieso nicht mehr arbeiten, dafür wussten nun alle, auf wessen Seite er wirklich die ganze Zeit über gestanden hatte. Daher konnte der ehemalige Tränkemeister nicht mehr bei den Todessern spionieren und darüber war er auch nicht traurig.
Dafür würde er bald das Gespräch mit Layla suchen und diese sollte besser mit der Sprache rausrücken, was los war, denn er hasste es, wenn man ihn so dermaßen hinterging!

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Eine junge, blonde Frau lief gerade mit ihrer Schwester durch Boston. Genauer gesagt waren sie auf der Faoi Thalamh, der Einkaufsstraße für Hexen und Zauberer. Cynthia Ashdown würde bald ihr fünftes Jahr in Ilvermorny antreten. Sie war im Haus Horned Serpent und total glücklich in der Schule. Ihre Schwester Tyra Ashdown dagegen war ein Jahr über ihr. Sie würde ihr sechstes Jahr antreten und war im Haus Pukwudgie gelandet. Cynthia war ein wenig unsicher, denn ein älterer Junge aus Thunderbird, Alexander Prince schien seit einiger Zeit Interesse an ihr zu haben. Soweit sie wusste würde er dieses Jahr sein letztes Jahr an der Schule antreten. Was er von Cynthia wollte, wusste sie nicht, aber sie fühlte sich unbehaglich, wann immer sie die Blicke von ihm spürte. Sie hatte keine Ahnung, was er von ihr wollen könnte und war daher ziemlich vorsichtig. Er kam ihr nicht gefährlich vor. Alexander war ein eher ruhiger Typ, aber Cyn wüsste gerne was er von ihr wollte, denn er beobachtete sie nun schon eine ganze Weile und sie hatte keine Ahnung weshalb!

"He, Cyn, wo möchtest du jetzt hin?" Die Stimme ihrer Schwester riss Cynthia aus ihren Gedanken und sie blieb stehen. "Cyn, nicht träumen.. ist es Shane, an den du denkst?", wollte Tyra lachend wissen und blieb neben ihrer Schwester stehen. "Ich äh, nein. Ich habe an diesen Prince gedacht. Du weißt schon, der, der mich in der Schule so komisch ansieht..", erklärte sie ihrer Schwester und sah unsicher zu Boden. "Oh, ach der. Mhm komischer Typ, wenn du mich fragst. Ich weiß nicht, was er von dir wollen könnte, aber sei vorsichtig. Stille Gewässer sind tief", murmelte Tyra und zwinkerte ihrer Schwester zu. Cynthia nickte und strich sich ihr blondes Haar hinter das Ohr. "Lass uns in den Buchladen gehen!", sagte sie dann und wollte sich ablenken von diesem merkwürdigen Jungen aus ihrer Schule.

Cynthia war zwei Jahre jünger als er, daher konnte sie sich wirklich nicht erklären, was er von ihr wollen könnte. Sie war eher ruhig und hielt sich aus Ärger und Co. raus, daher war es für sie unvorstellbar, was so interessant an ihr sein könnte. Sie hatte doch gar nichts an sich, was interessant war.. Sie war ein ganz normales Mädchen, dass mit ihren fünfzehn Jahren in der Pubertät steckte und normale Probleme hatte, wie jeder normale Mensch auch! Sie hatte sogar Angst vor ihrer Magie gehabt, da sie diese nie verstanden hatte. Sie war bei No-Majs aufgewachsen. Nicht magischen Menschen und daher hatte sie nicht verstanden was mit ihr los gewesen ist und hatte gedacht, dass mit ihr etwas nicht stimmte. Bis sie rausgefunden hatte, dass das was sie konnte, Magie war und nichts schlimmes war, sondern was ganz schönes!
Sie beraten den Buchladen nun und sofort sah Cyn sich um. Sie liebte Bücher, wenn auch nicht unbedingt die Bücher, die sie für die Schule brauchte. Sie schmökerte und blätterte einige Bücher durch. In der Nähe von Büchern hatte sie immer gute Laune und so fand sie es schön hier zu sein und einfach nur nach Büchern zu suchen.
Es dauerte auch nicht lange, bis die Blonde einige Bücher zusammen hatte, die sie kaufen wollte, neben den Büchern, die sie für das neue Schuljahr brauchte. Sie bezahlte ihre Sachen und ging dann zu Tyra, die schon auf sie wartete.

"Super, dann haben wir nun alles, oder?", fragte Tyra und sah ihre Schwester fragend an. Unsicher sah sie auf ihre Liste und nickte dann. "Ich denke schon. Wir haben soweit alles, was wir brauchen!", sagte sie ernst und lächelte Tyra an. Nun, wo Alexander nicht mehr in ihren Gedanken war, hatte sie wieder bessere Laune und so machte sie sich mit ihrer Schwester auf dem Weg zurück zu dem Auto ihrer Eltern. Da sie No-Majs waren, konnten sie nicht mitkommen auf die Faoi Thalamh und warteten daher auf ihre Töchter.
Gerade als sie nahe dran waren, die Einkaufsstraße zu verlassen, wurde Cynthia jedoch angestoßen und ihre Taschen mit den Büchern flogen herum. "Hey, pass doch auf!", fauchte Tyra den Mann an, der stehen geblieben war und die Bücher wieder einsammelte. Tyra hatte eine lockerere Klappe als Cynthia und war überhaupt viel mutiger als die jüngere. Cynthia vergrub sich lieber in ihren Büchern und lernte viel lieber.
"Verzeihung", sprach er junge, dunkelhaarige Mann und gab Cynthia die Tüten wieder. "Danke und äh ist schon okay.. Nichts passiert..", erwiderte Cynthia ernst und stand auf, da sie auf die Knie gefallen war. "Da bin ich aber beruhigt. Ich bin nur etwas in Eile, Miss", sprach der Mann und lächelte sie an. Irgendwie wirkte er unheimlich und in seinen dunklen Augen glitzerte es eigenartig. Cyn bekam Gänsehaut und wandte ihren Blick von diesem seltsamen Mann ab, der ihr nicht wirklich geheuer war.

Der mysteriöse Mann verschwand und die beiden Schwestern blieben zurück. "Oh man so ein Affe. Du bist viel zu nett, Cyn. Jetzt komm, wir sind nachher noch zum Grillen eingeladen!", sagte Tyra und Cyn nickte. "Du weißt doch, ich bin viel zu schüchtern um jemanden so anzupflaumen wie du, aber dafür habe ich ja dich!", sprach die Blonde ernst und lächelte Tyra an. "Bei so jemanden musst du aber echt nicht nett sein! Der hat dich voll angerempelt! Der hätte mal besser aufpassen sollen, wo der hinrennt!", sprach Tyra und warf ihre dunklen Haare nach hinten. Cyn lächelte sie dankbar an. Die beiden Geschwister waren schon sehr verschieden, aber Cyn liebte Tyra und umgekehrt war es genauso. Sie verstaute ihre Bücher wieder in die Tüten und folgte ihrer Schwester dann zum Auto ihrer Eltern. Sie setzte sich hinein und verstaute ihre Einkäufe im Auto, während sie an Alex dachte und an diesen seltsamen Mann von vorhin. Wie der sie angesehen hatte.. Was war nur los? Warum interessierte man sich so plötzlich für sie?

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