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 I know that pain's supposed to heal in stages

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AutorNachricht
Severus Snape
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Anzahl der Beiträge : 1505
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BeitragThema: I know that pain's supposed to heal in stages   Mo Jun 26, 2017 12:56 pm

Hallo,
ich bedanke mich wieder einmal für die Favoeinträge! Vielen lieben Dank!

und wieder mal ein besonderer Dank an Haru kom Trikru und Sevchen kom Skaikru für eure Reviews. Besonders das von Sevchen hat mir gut gefallen Wink

Ich hoffe euch gefällt das neue Kapitel, auch wenn es nicht sonderlich fröhlich sein wird!

Liebe Grüße!

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Es war nachmittag und Layla Prince sah sich nervös in Marble City um. Natürlich hatte sie wieder einmal keine Antwort von Severus Snape bekommen. Wenn er auf jemanden wirklich wütend war, dann ließ er es denjenigen auch spüren, so viel war sicher! Dennoch war Layla am Treffpunkt erschienen und hoffte, dass er auftauchen würde, denn sie musste einfach mit ihm reden und sie würde auch nicht aufgeben, ehe sie nicht mit ihm geredet hatte und wenn sie dafür nach Ilvermorny gehen musste, war das eben so. Selina passte auf Alexander auf und sie war direkt nach Marble City appariert, sodass sie nicht erst raus müsste, wo immer noch dieser unheimliche Mann gewesen war, der ihnen offenbar auflauerte. Ob es immer der gleiche war, oder sie sich abwechselten konnte die ehemalige Todesserin nicht sagen, denn die Männer waren vermummt, sodass man ihre Gesichter nicht sehen konnte. Sie fragte sich wirklich, wer dafür zuständig war, auch wenn sie schon eine Ahnung hatte, aber sie wusste es eben nicht zu hundert Prozent und musste erst einmal sicher gehen.

Immerhin konnte auch jemand anderes für diese Angriffe verantwortlich sein, aber sie wusste beim besten Willen nicht wer es sonst sein könnte. Ihr Bruder war immer schon größenwahnsinnig gewesen und es war ein Wunder, dass er sich dem dunklen Lord untergeordnet hatte, wo er es doch über alles hasste sich von jemanden rumkommandieren zu lassen. Es hatte für sie wenig Sinn ergeben, aber natürlich war ihr Vater nicht unbeteiligt gewesen. Schließlich hatte er sie so erzogen, dass sie Todesser werden sollten. Er war nur auf Kinder stolz, die den Weg einschlugen, den er für sie bestimmt hatte und so war auch Layla gezwungen wesen eine Todesserin zu werden, auch wenn sie nie wirklich eine richtig überzeugte Todesserin gewesen war, denn sie hatte sich eher versucht so gut sie konnte aus den Machenschaften rauszuhalten, hatte sich aber nun mal nicht aus allem heraushalten können und hatte auch Sachen müssen, die ihr nicht gefallen hatten. Sie hatte sich nicht weigern können, denn ansonsten hätte man sie getötet und sie war damals noch sehr jung gewesen, sodass sie nun mal keine andere Wahl gehabt hatte, als das Beste aus ihrer verzwickten Situation zu machen.

Doch sie hatte sich schließlich von den Todessern abgewandt und alles versucht um Lord Voldemort aufzuhalten. Sie hatte sich mit Severus zusammen getan, auch wenn sie ihn anfangs gehasst hatte. Gehasst, weil ihre Leben recht ähnlich gewesen waren. Es war nicht fair gewesen, aber für ihre Gefühle konnte sie nichts. Sie hatte es nun mal damals so gesehen und schämte sich heute dafür. Schließlich konnte er nichts dafür, aber er hatte zumindest die Wahl gehabt. Er hatte sich freiwillig den Todessern angeschlossen, während sie dazu gezwungen worden war. Sicher hatte er eingesehen, dass es für ihn ebenfalls nicht der richtige Weg war, aber dennoch hatte sie ihn dafür gehasst, was sich jedoch im Laufe der Zeit geändert hatte, nachdem Layla ihn besser kennen gelernt hatte. Jetzt war er ein sehr wichtiger Mensch in ihrem Leben und deshalb wollte sie diese ganze Sache gerne mit ihm klären, damit er verstand, wieso sie dies machte und wieso sie ihm etwas wichtiges verschwieg.

Danach würde sie sich wohl damit beschäftigen, wer für diese ganzen Angriffe zuständig war und wer es auf ihren Sohn abgesehen hatte. Ob es wirklich ihr gestörter Bruder war, oder ob doch jemand ganz anderer dahinter steckte. Ihr Gefühl konnte sie ja schließlich auch täuschen, auch wenn sie sich eigentlich ziemlich sicher war, dass er dahinter steckte, denn wer sonst sollte so an ihr und ihrem Sohn interessiert sein? Zumal doch niemand von Alexander wusste, schließlich hatte sie sich nicht mal den Menschen anvertraut, die ihr wichtig waren, wie konnte dann jemand unbeteiligtes davon erfahren haben? Hatte man sie ausspioniert? Klar, Alexander trug den gleichen Nachnamen wie sie, aber es gab einige mit dem Namen Prince und er war in Amerika aufgewachsen, während Ignotus doch immer in Großbritannien gewesen war. Wie hätte er also diese Verbindung bemerken können? Und was wollte man von ihrem Sohn? Das galt es für Layla rauszufinden, schließlich würde sie niemals freiwillig zulassen, dass ihrem Sohn etwas passieren würde.

Doch das Gespräch mit Severus war im Moment wichtiger, ehe sie ihn und sein Vertrauen ganz verspielen würde. Sie musste ihm alles erklären, die Sache mit ihrem Sohn und das er in Gefahr war. Nun gut, wenn das so weitergehen würde, waren sie alle in Gefahr und das gefiel ihr ganz und gar nicht, schließlich hatten sie erst einen Krieg hinter sich, den sie nur knapp überlebt hatten und der sehr viele Tote gefordert hatte. Layla fuhr sich leicht durch ihre braunen Locken und sah sich um. Auch hier schienen seltsame Männer zu stehen. Vielleicht war dieser Ort keine gute Idee für ein Treffen gewesen. Sie versuchte sich zu beruhigen und wartete angespannt. Hoffentlich würde er überhaupt kommen und sie wartete hier nicht vollkommen sinnlos, denn sie fühlte sich ziemlich unbehaglich. Eigentlich war Marble City recht belebt und es liefen auch einige Passanten herum, die offenbar keine, oder wenig Notiz von diesen Männern namen, die hier herumstanden. Es war seltsam. Layla sah sich um und kaute auf ihrer Lippe herum. Notfalls konnte sie sich in ihre Animagusgestalt verwandeln, sollte es hart auf hart kommen, aber das sollte nicht notwendig werden, denn sie hatte keine Lust, dass bekannt werden würde, dass sie ein Animagus war.

Es waren nur einzelne Männer. Im Notfall konnte sie auch gegen sie kämpfen. Sie war nicht gerade schwach, auch wenn sie hoffte, dass es nicht zu einem offenen Angriff kommen würde, denn sie wollte doch nur ein Treffen mit Severus. Wobei sie sich nächstes mal wohl besser woanders treffen sollten. Es schien keinen Ort mehr zu geben, der wirklich sicher war. Naja außer Ilvermorny vielleicht, denn die Schule wurde immerhin mit vielen sehr starken Schutzzaubern geschützt, sodass niemand einfach eindringen konnte. Vielleicht hätte sie sich dort mit ihm treffen sollen, aber jetzt war es zu spät und sie musste das Beste daraus machen.

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Ignotus Prince saß in einem Sessel an seinem Kamin in Prince Manor und studierte sein altes Buch, welches seit Jahrzehnten, wenn nicht gar seit Jahrhunderten in Familienbesitz war. Es enthielt einige versteckte Informationen, wenn man genau las. Ignotus grinste leicht vor sich hin und freute sich schon auf das Kommende. Er würde die ganze Welt in Angst und Schrecken versetzen und nicht so einfach scheitern, wie Lord Voldemort. Der hatte sowieso einige Schwachstellen und hatte einiges viel zu locker genommen. Man sollte seine Feinde niemals unterschätzen und man sollte Macht, die man nicht kannte auch nicht unterschätzen. Fehler, die dieser Typ eindeutig gemacht hatte und er hatte bekommen, was er verdient hatte. Er war nicht traurig darüber, denn nun war seine Chance und eine neue Ära würde beginnen, hatte schon begonnen.

Noch waren alle ahnungslos was auf sie zukommen würde. Es wusste keiner, wer hinter all den Angriffen steckte, die gerade passierten und das war auch gut so. Ignotus wollte noch nicht für allzu viel Aufmerksamkeit sorgen. Noch sollten sie alle darüber nachdenken wer dafür verantwortlich sein könnte. Ein böses Grinsen war auf seinem Gesicht zu erkennen, als er nun die Hand zu seiner Kette führte, die er um den Hals hängen hatte. Es war das Zeichen der Heiligtümer des Todes, oder wie andere es nannten: Grindelwalds Zeichen. Eigentlich glaubte der Schwarzhaarige nicht an diese Heiligtümer. Es war ein Märchen und weiter nichts, aber er mochte das Zeichen. Lord Voldemort war in seinen Augen nichts weiter als ein Witz gewesen. Ein kleines, bockiges Kind, dass getötet hatte, wenn es nicht das bekommen hatte, was es wollte. Ziemlich armselig und traurig und dann noch diese Ähnlichkeiten zu einer Schlange. Einfach nur widerlich! Ignotus würde sich niemals freiwillig so verschandeln lassen. Ignotus hatte sich nur den Todessern angeschlossen, weil er seinen Vater stolz machen wollte.

Seine Geschwister waren ja eher Enttäuschungen gewesen. Eileen, die einen Muggel geheiratet hatte und es auch noch gewagt hatte ein wertloses Halbblut in die Welt zu setzen und ihre Familie damit zu besudeln. Einfach nur widerlich! Ignotus würde seine Familie wieder zu neuem Glanz und Ruhm führen. Er war zu höherem bestimmt, als zu dienen und Befehle auszuführen. Er hatte es gemacht, um die Ehre seiner Familie zu retten, aber nun war seine Zeit gekommen und er würde derjenige sein, dem die Leute folgen würden. Er würde Befehle erteilen und jeder hatte sich ihm zu beugen, so wie es auch sein sollte. Jeder würde Angst davor haben, seinen Namen in den Mund zu nehmen und keiner würde es wagen, ihn anzugreifen, oder ihm zu widersprechen, wenn man nicht den Preis dafür bezahlen wollte. Zwar brauchte er noch ein paar Dinge, aber er hatte schon einige Leute um sich herum. Einige Todesser machten sich noch selbstständig und griffen von sich aus an. Wohl um der Welt zu zeigen, dass sie entkommen waren und nicht in Askaban saßen. Es gefährdete den Plan von Ignotus nicht, da sie nicht seinem Befehl unterstellt waren. Noch nicht, aber es würde sich schon bald ändern. Sie sollten es nicht wagen sich ihm zu widersetzen, denn es war ein großer Fehler sich mit ihm anzulegen und das würden die Leute auch schon bald zu spüren bekommen.

"Ignotus? Du hast Besuch!" Samiras Stimme riss den Prince Erben aus seinen Gedanken und sofort schlug er das Buch zu, dass er eben noch gelesen hatte und erhob sich aus seinem Sessel. Er verstaute das Buch in einem Geheimfach im Schrank und wandte sich dann zu seiner Frau um. Das Buch war zu wichtig. Es sollte niemand sehen und schon gar nicht sollte es in die falschen Hände kommen. Es war schon schlimm genug, dass einige andere Erbstücke nicht mehr auffindbar waren. Ignotus wollte kein Risiko eingehen bei diesem Buch.
"Wer ist es denn?", fragte er und seine hellen, eisblauen Augen wanderten über seine Frau. "Liam", antwortete diese und sah ihn liebevoll an. "Ahh auf den habe ich schon gewartet, bitte ihn doch herein", sprach Ignotus und wandte sich um, um zu einem kleinen Tisch zu gehen, auf dem Whiskey und Gläser standen. Er füllte zwei Gläser mit der Flüssigkeit und wandte sich dann wieder um, gerade als Liam in den Salon trat.

"Herr", sprach dieser und verbeugte sich vor Ignotus. "Liam. Erheb dich", erwiderte er und hielt ihm das zweite Glas Whiskey hin, damit er es nehmen konnte. "Vielen Dank, Herr", sagte er und nahm das Glas an, ehe er daran nippte. "Du hast Neuigkeiten nehme ich an", fragte er und sah ihn neugierig an. "Oh ja, die habe ich wirklich, Herr, gute Neuigkeiten", sagte er hastig und verschluckte sich prompt an der brennenden Flüssigkeit. Auch Ignotus nahm einen Schluck und sah ihn an. "Nun, raus damit", meinte er und deutete auf einen freien Sessel am Kamin, ehe er sich selber wieder setzte und auf die Informationen wartete. Liam setzte sich ebenfalls schnell und sah ihn etwas nervös an. Hachja Angst einjagen konnte er! "Layla Prince lebt. Sie ist in New Orleans bei ihrem.. unserem Sohn und sie hat offensichtlich Kontakt zu dem Halbblut Snape. Ich habe einen Brief von ihr abgefangen", erklärte er hastig und sah seinen Herrn an. "Interessant. Also leben die beiden wirklich noch", meinte er und dachte nach. Gut, dass musste definitiv schnellstens geändert werden! Ehe die beiden ihm noch gefährlich werden konnten. "Ja, Herr, was habt Ihr nun vor?", fragte er und sah ihn an. "Nun, das ändern, natürlich und du wirst mir dabei helfen", antwortete Ignotus und grinste den anderen breit an, ehe er seine Hand in seinen Umhang gleiten ließ und zwei Phiolen zum Vorschein kamen. "Hier, nehme sie und sorg dafür, dass sie auch die richtigen bekommen. Sorg dafür, dass die beiden aus der Welt geschafft werden und du wirst reichlich belohnt werden", erklärte er ihm und grinste ihn an. Liam nahm die Phiolen und verstaute sie sorgfältig in seinem Umhang. "Natürlich, Herr, Ihr könnt euch ganz und gar auch mich verlassen", erwiderte er und verbeugte sich erneut. "Sehr gut, Liam, wenn der Plan aufgeht, sind wir die beiden bald auf ewig los und dann kann ich Teil zwei meines Planes starten", meinte er und in seinen blauen Augen glitzerte es voller Vorfreude. "Ich werde euch nicht enttäuschen, Herr!" Ignotus nickte und erhob sich. "Nun denn, geh und führe meine Befehle aus und berichte mir dann davon!", wies er seinen Untergebenen an, welcher nickte, sich erhob und das Pirnce Manor verließ. Ignotus sah ihm nach und grinste böse. Bald würden zumindest diese beiden ihm keinen Ärger mehr machen. Sie sollten sterben was sie schon früher hätten tun sollen, immerhin waren sie Verräter des dunklen Lords und diese sollten nicht überleben. Sie hatten einen grauenvollen, langsamen und vor allem qualvollen Tod mehr als verdient!

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Severus hatte mit dem Gedanken gespielt einfach nicht zu dem Treffpunkt zu gehen. Ebenfalls abzusagen, wie Layla es zuvor bei ihm getan hatte, aber dann hatte er sich doch noch dafür entschieden sich mit ihr zu treffen. Ihr geantwortet hatte er dennoch nicht. Er war zu wütend und enttäuscht von ihr und das sollte sie ruhig auch merken! Er ließ ganz sicher nicht alles mit sich machen und hatte keine Lust mehr auf Geheimnistuerei. Das hatte er schon bei Dumbledore gehasst. Natürlich hatte er Severus vertraut, aber ihm alles erzählen? Nein, wozu? Der Schwarzhaarige hatte ziemlich miese Laune gerade und war auch recht spät dran. Wenn Layla überhaupt da war. Wahrscheinlich war ihr sowieso wieder irgendwas dazwischen gekommen. Er wusste nicht mal wieso er sich die Mühe machte überhaupt aufzutauchen. Um wieder mal enttäuscht zu werden? Als wenn er das noch brauchen würde bei seinem Leben, welches sowieso schon ziemlich mies gewesen war, von Anfang bis Ende. Er hatte es so satt. Er brauchte keine Menschen in seinem Leben, die ihn hintergingen und benutzten.

Er war eine Marionette gewesen und hatte genug davon. Das Leben sollte sich doch endlich mal ändern, aber es schien so als wenn Severus einfach nur verflucht wäre und er es nicht wert war, dass er einfach mal glücklich sein konnte. Er sollte es nach achtunddreißig Jahren ja inzwischen auch gewohnt sein. Was hatte er sich denn gedacht? Das es sich jemals für ihn ändern würde? Das war nichts weiter als eine Illusion. Das Leben würde sich für Severus niemals ändern. Niemals! Jede Hoffnung wurde sofort im Keim erstickt und er wusste nicht mal, was er sich von diesem Treffen versprach. Sie würde ihm wehtun, da war sich Severus schon sicher, weil es so immer für ihn lief. Er fing an Menschen zu vertrauen und diese missbrauchten sein Vertrauen dann und fanden es wohl auch noch unheimlich witzig auf ihn rumzutrampeln und ihm noch mehr wehzutun, obwohl seine Seele sowieso schon mehr tot als lebendig war. Sein inneres war schon lange nicht mehr ganz. Nach Lilys Tod hatte es sich angefühlt, als wenn er innerlich gestorben wäre, so sehr hatte es wehgetan.

Man hatte ihn immer nur verletzt. Seien es die Rumtreiber, seien es seine Eltern, oder sonst wer. Eigentlich hatte er niemanden mehr an sich heran lassen wollen, aber er hatte wirklich gedacht, dass Layla anders wäre. Immerhin war sie auch eine ehemalige Todesserin und wusste daher wie es sich anfühlte, wenn man Fehler machte, wusste wie es war, wenn man sie bereute und sie wieder gut machen wollte, aber wenn er ihr wichtig wäre, dann würde sie nicht einfach so Treffen zwischen ihnen absagen und Geheimnisse vor ihm haben. Er selber hatte keine Geheimnisse vor ihr, aber sie schien es ja offenbar witzig zu finden. Severus würde sie anhören und dann entscheiden was er tun würde. Er würde seine Konsequenzen daraus ziehen, so viel war für ihn schon klar. Er war verdammt noch mal ein Mensch mit Gefühlen und hatte kein Herz aus Stein, auch wenn er sich nach außen hin immer kalt und unnahbar zeigte und kaum jemand hinter seine Fassade blicken ließ. Dies hatte alles seine Gründe und Layla kannte sie und dennoch spielte sie so ein komisches Spiel mit ihm. Er hasste es so sehr. Er hatte keine Lust mehr auf sowas. Severus musste auch mal an sich denken. Jahrelang hatte er nun alles getan um andere zu beschützen. Leute, die er nicht einmal leiden konnte und er hatte nie etwas dafür zurück bekommen. Er hatte immer alles gemacht, was man von ihm verlangt hatte, aber irgendwann reichte es auch mal.

Harry Potter hatte gewonnen. Er hatte den dunklen Lord besiegen können und hatte dabei sogar überlebt. Er hatte seine Pflicht erfüllt. Den Jungen beschützt und ihm geholfen so gut er gekonnt hatte und soweit es in seiner Macht gewesen war. Nun wurden sie offenbar wieder bedroht, auch wenn sie noch nicht wussten von wem. Diese Welt war so verrückt und es würde sich wohl auch niemals ändern, denn es würde immer Menschen geben, die nach Macht strebten und die Fußstapfen von Grindelwald, oder Voldemort treten wollten. Wahrscheinlich würde es niemals eine Welt geben, die vollkommen friedlich war. Dafür gab es zu viel Wut und Hass auf dieser Welt und Menschen, die sich von diesen Gefühlen leiten ließen. Severus seufzte und näherte sich schließlich Marble City. Von Ilvermorny aus konnte man dieses magische Dorf wunderbar zu Fuß erreichen. Die Schüler durften an bestimmten Wochenenden immerhin auch ins Dorf. Es war sowas wie Hogsmeade in Großbritannien. Severus hatte bisher noch nicht viel Zeit in Marble City verbracht. Dazu war nicht wirklich die Zeit gewesen. Nach dem Schlangenbiss hatte er sich erholen müssen und war die ganze Zeit in der Schule geblieben um sich zu erholen. Er wohnte in der Schule und hatte noch keinen Wohnsitz außerhalb von Ilvermorny. Da würde er sich wohl auch noch drum kümmern müssen, aber nicht jetzt. Das hatte schließlich noch zeit. Erst einmal gab es wichtigeres. Wie dieses Gespräch mit Layla. Er wollte endlich die Wahrheit von ihr wissen und woran er bei ihr war. Er wollte keine Lügen von ihr hören, ansonsten würde er direkt wieder gehen und dann musste sie wirklich nicht mehr bei ihm ankommen.

Schließlich erreichte er den Treffpunkt und sah Layla bereits dort stehen und warten. Sie war also wirklich gekommen. Gut für sie, denn wenn nicht, hätte sie Severus auch gar nicht mehr ansprechen müssen. Seine dunklen Augen wanderten über ihre Gestalt, während er sich ihr näherte und sie ihn schließlich sah. "Sev! Du bist gekommen, ich war mir nicht sicher, ob du kommen würdest", sprach sie und lächelte ihn an. Sie kam auf ihn zu und wollte ihn umarmen, doch Severus stieß sie von sich, als sie sich ihm näherte. "Ich wollte auch erst nicht kommen. Ich habe auf so ein Verhalten von dir keine Lust, was du eigentlich auch ganz genau wissen solltest, schließlich kennst du mich besser als die meisten anderen. Sogar besser als Lysander und trotzdem glaubst du, dass du so mit mir umgehen kannst?", fragte er ziemlich kühl und sah sie finster an. Sie sollte nicht glauben, dass alles vergessen war, nur weil sie wirklich mal zu einem Treffen gekommen war und es mal nicht abgesagt hatte. Layla biss sich auf die Lippe und sah verletzt aus, aber das war Severus gerade egal, denn schließlich hatte sie ihn auch verletzt, also sollte sie das ruhig auch zu spüren bekommen.

"Es tut mir leid, Sev, ich hatte einen Grund, wieso ich gestern nicht kommen konnte", erklärte sie und sah ihm in die unergründlichen, dunklen Augen. Er erwiderte ihren Blick ruhig, aber abweisend. "Ach ja und welchen Grund? Ich nehme an, dass du nicht in einem Brief schreiben konntest, mhm?", fragte er und verschränkte die Arme vor der Brust. Ein Zeichen, dass er ziemlich ablehnend ihr gegenüber war. Ja, er war ihr dankbar für alles. Immerhin hatte sie ihm das Leben gerettet, aber das hieß nicht, dass sie alles mit ihm machen konnte und ihn so behandeln durfte. Er ließ sich nicht alles gefallen, egal von wem!
"Nein, konnte ich nicht. Es weiß niemand davon und es in einem Brief zu erklären wäre falsch gewesen. Dafür mussten wir uns schon treffen, aber lass uns nicht hier darüber reden, ich habe kein gutes Gefühl bei diesen Männern in schwarz, die sind unheimlich", sprach sie und sah sich unsicher um. Auch Severus hatte diese Männer bemerkt, allerdings ihnen nicht groß Beachtung geschenkt. "Wo sollen wir denn deiner Meinung nach sonst reden?", wollte er wissen und wurde ärgerlich. Sie sollte endlich rausrücken mit der Wahrheit und ihn nicht hinhalten. Wie sehr er sowas hasste!

Layla sah sich um und packte den ehemaligen Spion schließlich am Arm um ihn mit sich zu ziehen. Severus knurrte wütend auf, ließ sich aber mit ziehen und schließlich waren sie in einer leeren, dunklen Gasse, in die fast kein Licht fiel, obwohl die Sonne schien. Sofort riss er seinen Arm los und ging wieder auf Abstand. "Also? Jetzt rück endlich raus mit dem, oder ich verschwinde gleich wieder!", fauchte er sie an und sah sie finster an. Sie regte ihn gerade einfach nur auf und sie machte es einfach nicht besser. "Ich habe einen Sohn, Severus und er ist in großer Gefahr. Er wird beobachtet und darum bin ich gestern bei ihm geblieben. Ich will nicht, dass ihm etwas passiert. Die Angriffe hier in New York. Ich habe eine Idee wer dahinter steckt, aber bin mir noch nicht sicher", sprach sie ernst und sah ihn an. Severus sah sie leicht entsetzt an. "Du hast einen Sohn und hast mir nichts davon erzählt? Wer ist der Vater?", wollte er wissen und wusste nicht, wie er reagieren sollte. Was er denken sollte. Sie hatte ihm sowas wichtiges die ganze Zeit verschwiegen?

"Er ist jetzt volljährig und es ergab sich nie die passende Gelegenheit es dir zu sagen", sprach sie ernst und sah ihn unsicher an. "Liam ist der Vater, aber du dürftest ihn nicht kennen.. er ist auch unwichtig. Ich habe ihn ewig nicht mehr gesehen und lege auch keinen wert darauf ihn wieder zu sehen. Wir haben beide ums überleben gekämpft, waren beide in ständiger Gefahr, da war keine Zeit es dir zu sagen, bitte, Sev, es tut mir leid", sagte sie weiter, aber Severus schüttelte nur den Kopf. Er wollte nichts mehr hören. "Du hast es mir verschwiegen und das reicht mir schon.. ich dachte ich habe klar gemacht, was ich von Lügen und Geheimnissen halte", sprach er und wandte sich von ihr ab. Er wollte nur noch weg von ihr. "Sev, bitte, ich habe das nicht gemacht um dich zu verletzen. Ich habe auf den richtigen Augenblick gewartet, um es dir zu sagen..", versuchte sie zu erklären, allerdings hörte der ehemalige Spion ihr schon gar nicht mehr richtig zu. "Hör auf, Layla, ich habe dir vertraut, aber du bist nicht anders als alle anderen Menschen auch! Ich habe es so satt! Ständig belogen, benutzt und verletzt zu werden!", schrie er nun und sah sie wütend an. Layla sah ihn traurig an und kämpfte offenbar mit den Tränen, aber Severus war das vollkommen egal. Immerhin war sie selber Schuld an dieser Situation! "Wahrscheinlich hat es dir auch noch Spaß gemacht, mich zu belügen. Scheint ja allen Menschen unheimlich viel Spaß zu machen, aber mir reicht es, ich habe genug davon! Mein Vertrauen zu erschleichen und zu gewinnen, nur um mich dann wieder einmal mehr zu verletzen! Ich will dich nie wieder sehen!", schrie er weiter und atmete heftig. Er war einfach so wütend und ihr war es scheinbar auch noch vollkommen egal. Doch er würde sich nicht mehr benutzen lassen, Von niemanden mehr! Diese Zeiten waren für ihn endgültig vorbei und sie sollte es auch merken!

"Sev, bitte", sprach sie und ergriff seinen Arm, doch er riss sich ziemlich schnell los und gab ihr eine Ohrfeige. "Fass mich nicht an!", zischte er bedrohlich und in seinen dunklen Augen glitzerte es gefährlich. Sie sollte es nicht wagen ihm zu nahe zu kommen. Er hatte genug von ihr und wollte seine Ruhe. Sie hatte ihm wehgetan. Sie hatte ihn belogen und wahrscheinlich benutzt, weil er ihr nützlich war, genauso wie es Dumbledore immer getan hatte und er wollte das nicht mehr länger mit sich machen lassen! Er sah sie wütend an, ehe er sich von ihr vollkommen abwandte und diese Gasse verließ. "Sev, warte, bitte!", schrie Layla ihr nach, aber der ehemalige Spion wandte sich nicht mehr zu ihr um. Er wollte sie nicht mehr sehen und wollte nichts mehr hören. Nicht noch mehr Lügen und sonstiges. Es reichte ihm. Es reichte ihm endgültig. Immer wieder tat es so weh wenn er sich wieder einmal in jemanden getäuscht hatte und er war dazu verdammt, dass er immer wieder verletzt wurde, so schien es zumindest. Er musste hier weg, musste irgendwo anders hin, weg von Layla, weg von diesem unendlichen Schmerz, der seine Seele zerschnitt, wie ein Messer. Immer das gleiche, immer wieder dieser Schmerz, er konnte nicht mehr, wollte nicht mehr. Fühlen musste verboten werden. Es tat nur weh. Er wollte es nicht mehr, wusste nicht, wie oft man ihn verletzt hatte, hatte es irgendwann aufgegeben zu zählen.

Er fuhr seine Schilde hoch. Nichts fühlen war eine Erleichterung. Den Schmerz nicht mehr an sich heran lassen, der seine Seele zerschnitt und sein Herz schien zu bluten. Innerlich musste er doch lange vorher verblutet sein, ein Wunder, dass sein Herz überhaupt noch fähig war, Schmerz zu fühlen. Es musste doch schon längst durchlöchert sein, oder abgestorben. Severus wusste nicht mal mehr, wo er war, es fühlte sich gerade so unreal an für ihn. Er existierte. Wie immer. Existieren war offenbar schon ein großes Verbrechen. Zumindest wenn man bedachte, wie oft man ihm dafür wehtat. Er hatte es so verdammt satt und es wurde nicht besser. Egal wo er war, egal wie oft er dachte, dass es nicht mehr schlimmer werden würde. Es ging immer noch schlimmer und er wurde den Schmerz nie los. Wahrscheinlich würde er erst wirklich Ruhe davor haben, wenn er tot war. Vielleicht wäre es besser für ihn gewesen, wenn er an Naginis Biss gestorben wäre. Es wäre eine Erleichterung gewesen. Zumindest wäre er den Schmerz dann los gewesen und es käme kein neuer mehr an ihn heran, aber nein, er hatte überlebt und musste wieder mit neuen Schmerzen leben und klar kommen. Die unsichtbaren Narben auf seiner Seele häuften sich und er war dem überdrüssig. Schließlich disapparierte die dunkle Gestalt weg aus Marble City, weg von all dem Schmerz und dem Leid. Weg von seinen Gefühlen, die gerade wieder Achterbahn fuhren.

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